Reise zu den Teeplantagen

Im Hochland von Sri Lanka wird der berühmte Ceylon-Tee angebaut. Auch viele Touristen interessiert die Art und Weise des Anbaus. Seit dem Ende des Bürgerkrieges auf dieser Insel im Indischen Ozean – 2009 – ist es auch durchaus möglich die Teeplantagen zu bewundern und den Duft von Zimt, Pfeffer, Nelken, aber auch Zypressen, Eukalyptus und wilder Minze einzuatmen auf dem Weg dorthin. Organisiert werden diese Reisen zu den Ceylon Tea Trails. Mit diesen Touren geht es in das „Goldene Tal des Tees“, das in erhabener Abgeschiedenheit liegt und wo man die Geschichte des 2500 Jahre alten Ceylon richtig spüren kann. Die Teeplantagen sind dabei eingerahmt von Bergen und Seen und befinden sich auf Hängen bzw. Terrassen und liegen auf ca. 1350 m.

Foto: Maren Beßler  / pixelio.de
Foto: Maren Beßler / pixelio.de


Einkehr in eine andere Welt und Zeit

Wer diesen Ort betritt, der wird tatsächlich meinen, dass er sich in einer anderen Welt und einer anderen Zeit befindet. Denn auch die in der Zeit von 1890 bis 1939 erbauten, britischen Plantagenbungalows der „Ceylon Tea Trails“ findet man hier noch. Die mehr als 100 Jahre alten Fabriken und Manufakturen laufen immer noch und es werden hier bis heute edelste Teesorten verarbeitet. Die Plantagen umfassen dabei auch historische Herrenhäuser im kolonialen Cottage-Stil, die am Ufer des Castlereagh-Sees liegen. Den Teepflückerinnen kann man natürlich während dieses Ausflugs auch über die Schultern sehen. Diese arbeiten bis in die Dämmerung.

Mit dem Zug durchs Hochland

Wer nun meint, er müsste zu den Teeplantagen hinlaufen, der irrt sich. Denn die Reisen sind so gut organisiert, dass man natürlich mit dem Zug fahren kann. Gefahren wird dabei auf einer der wohl landschaftlich reizvollsten Strecken der Insel durch das Hochland, und zwar von Colombo aus über Kandy nach Badulla. Zu sehen bekommt man auf dem Weg zu den Teeplantagen alles was die Insel zu bieten hat – die Weite des Meeres, tiefe Schluchten, karge Wälder und dann wieder ein paar Kilometer weiter üppige Vegetation und tosende Wasserfälle. Zum Schluss erreicht man das Tal, in dem es Teeplantagen satt gibt – soweit das Auge reicht. Die Strecke von Colombo bis nach Badulla beträgt 290 km auf der Schiene. Es gibt 81 Haltestellen und 44 Tunnel.