Knigge für Zypern

Auf der Insel der Aphrodite, Zypern, kommt man schon mit den westlichen Benimmregeln sehr gut klar. Denn so stark unterscheiden sich die Menschen auf Zypern, insbesondere die im griechischen Teil der Insel – im Süden, in der Republik Zypern – nicht von den Menschen in Deutschland, Frankreich oder Italien. Doch jede Nation hat so seine eigenen Benimmregeln. Und die sollte man eben kennen, wenn man Ferien in Zypern macht. Typisch für die Menschen auf Zypern ist dabei die Gastfreundlichkeit gegen über den Touristen. Auch in Zeiten des Massentourismus auf Zypern haben die Einheimischen ihre Freundlichkeit nicht verloren, auch wenn es zuweilen in der Hochsaison mal ganz schön eng wird in den Restaurants oder Bars oder am Strand.

Foto: Alexander Dreher  / pixelio.de
Foto: Alexander Dreher / pixelio.de


Händeschütteln und Begrüßung

Die Begrüßung sollte man als Westeuropäer aber wissen, fällt im südlichen Teil von Zypern doch ein bisschen anders aus als im übrigen Europa. Denn Händeschütteln zur Begrüßung wird nicht praktiziert. Im Norden der Insel, dort wo die Türken seit 1974 das Land besetzt halten, ist diese Geste indes weit verbreitet. Allerdings nur unter den Männern. Denn die im Norden lebenden Menschen sind Muslime und pflegen eben ganz andere Umgänge. Zurück in den Süden : Dort ist das Ablehnen von einem Kaffee – meist ein Mokka – etwas, was als unhöflich empfunden wird. Und auch wenn man vielleicht landestypische Speisen nicht so lecker findet vom Aussehen her, sollte man doch ein kleines Stück probieren aus Höflichkeit. An Trinkgeld verlangen die Servicekräfte in den Restaurants im Übrigen 15 Prozent.

Britische Lebensart

Was man als Tourist zeigen sollte ist Respekt vor der Geschichte und vor der Gegenwart. Man sollte möglichst das Gesprächsthema Türkei / Griechenland und den Zypern-Konflikt als Gesprächsthema vermeiden. Die Menschen im Süden möchten daran nicht gerne erinnert werden, auch wenn sie täglich in Nikosia zum Beispiel damit konfrontiert werden. Stolz sind die Menschen auf der Insel auf die vergangene Geschichte und die Zugehörigkeit der Insel zum britischen Empire. Die britische Lebensart hat sich im Übrigen in das Leben der Menschen auf der Insel bis heute erhalten. Man ist hier doch eher zurückhaltend, aber freundlich und sehr gelassen – very britisch eben.