Klettern in St. Moritz

Mein Freund und ich sind im letzten Jahr ins Engadin gefahren und haben uns dort ein Hotel in St. Moritz gemietet, um einen guten Startpunkt für unsere Ausflüge zu haben. Wir wollten gern einmal ein paar coole Klettertouren machen und dafür ist das Engadin genau das Richtige. Hier gibt es ziemlich viele Klettersteige, die man allein bestreiten darf und keinen Tourguide braucht, damit man weiß, wo es lang geht. Es gibt die Klettersteigen Piz Trovat, La Resgia und auch Piz Trovat II. Natürlich gibt es aber auch noch einen Hochseilgarten, den wir uns anschauen wollten. Ich bin bisher immer nur in der freien Natur klettern gewesen und so wollte ich mir den Hochseilgarten auf keinen Fall entgehen lassen. Heute aber kletterten wir erst einmal am Piz Trovat. Über die Via Ferrata erreicht man den Piz Trovat und dorthin hatten wir uns auf den Weg gemacht. Von der Bergstation Diavolezza aus kommt man zu der Klettersteige. Sie gilt als mittelschweres Klettererlebnis und so reicht der Klettersteig über rund 250 Höhenmeter auf einer Länge von 500 Metern.

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Foto: Hermann / pixabay

Rund 2 Stunden sind für diesen Aufstieg angesetzt und man sollte eine Trittsicherheit, schwindelfreies Gehen und eine gute Ausdauer haben, um den Weg bestreiten zu wollen. Wenn man einmal angefangen hat, gibt es kein Zurück mehr, aber da mein Freund und ich schon Erfahrung haben, wollten wir unbedingt diese Strecke klettern. Die Route startet auf 2850 Metern ü. M.. Dort folgt man dem Westpfeiler. Auf rund 3050 Metern kommt eine Schlucht, die man über eine Seilbrücke bestreiten kann. Es hat wirklich unheimlichen Spaß gemacht. Von der Südwestwand führt danach ein Steig zum Gipfel. Vor uns waren ein paar Leute, die ziemlich lange gebraucht haben und offensichtlich auch ein wenig Angst hatten, deswegen hat alles ein wenig länger gedauert, aber das war nicht schlimm, denn so konnten wir immer einmal wieder verschnaufen und die Gegend auf uns wirken lassen. Als wir endlich oben auf dem Gipfel angekommen sind, hatten wir einen wahnsinnig schönen Rundblick über das Tal und auch auf die höchsten Berge des Engadins: Die Ostalpen und das Bernina- Massiv. Die Tour war super und zurück ging es dann mit der Bahn.