Key West erkunden

Der südlichste Punkt der USA – Key West, ist bei den Amerikanern als Urlaubsort sehr beliebt. Die Inselgruppe befindet sich südlich vom Festland Floridas im Golf von Mexiko, rund 90 Meilen von Kuba entfernt. Der Inselgruppe wird und wurde eine strategische Lage zugeordnet. Die Florida Keys, wie sie auch noch genannt werden, wurden schon 1904 für den Tourismus durch den Bau einer Eisenbahnverbindung erschlossen. Heute führt eine moderne Autoschnellstraße von Miami aus auf die Florida Keys. Der Highway 1 ist die wichtigste Verkehrsader der Keys. Wer hier seinen Urlaub verbringt, der kann auch auf den Spuren des legendären Schriftsteller Ernest Hemingway wandern. Unverzichtbar jedenfalls ist für jeden Hemingway-Fan ein Besuch des Hauses, in dem er mit seiner zweiten Ehefrau Pauline Pfeiffer in den 1930er Jahren lebte. Heute ist das Gebäude ein Museum und liegt mitten in der historischen Altstadt von Key West.

Foto: eiflero  / pixelio.de
Foto: eiflero / pixelio.de

Schon wenn man das Grundstück mit seinem riesigen Garten betritt, dann wird einem klar, was Hemingway an Key West so fasziniert hat – das subtropische Gefilde, unweit vom Festland der USA. Der Garten selbst ist auch voller Tropengewächse – eine Seltenheit in einer Stadt, in der die Gärten eher klein sind und eher beschaulich. Für sicherlich viele Besucher ungewöhnlich ist auch, dass in dem Hemingway Haus fast alles so belassen wurde, wie es einst wahr. Selbst die Katzen (zwar nicht die um 1930), aber dafür sehr viele, streuen in Garten und Haus umher. Insgesamt sind es 60 Tiere. Laut Museumsbetreiber handelt es sich dabei allesamt um Nachfahren von Hemingways Katze Snowball. Von dieser haben einige auch deren seltene Genmutation geerbt – Pfoten mit 6 Zehen. Hinter dem Haus gibt es sogar einen Katzenfriedhof im Dickicht. Die Mauer, die das Gebäude heute umgibt, wurde auf Geheiß von Pauline Pfeiffer im Jahr 1937 errichtet, als Hemingway verreist war. Die hohe Ziegelmauer wurde von Toby Bruce, einem Freund von Ernest Hemingway gebaut. Ein schicksalhaftes Jahr für dieses Haus. Denn auf dieser Reise nach Spanien lernte Hemingway seine spätere dritte Frau, Martha Gelhorn kennen und lieben. Das Ende der Ehe mit Pauline Pfeiffer war auch das Ende seines Lebens und Schaffens auf Key West. Das Gebäude wurde im Übrigen 1961 von Hemingways Witwe, Mary Welsh (seiner vierten Ehefrau) an Bernice Dickson verkauft. Diese machte aus dem Haus ein Museum, dessen Glanzstück wohl der Muranoglas-Kronleuchter im Speisesaal ist. Im Jahr 1988 war das Gebäude auch im Kino zu sehen. Es war nämlich einer der Drehorte zu James Bond – Lizenz zu töten.

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