Dubrovnik – Perle der Adria

Einst war Dubrovnik ein Promi-Urlaubsort im faschistisch geprägten Jugoslawien. Nach dem Zerfall des Landes und dem Bürgerkrieg in weiten Teilen des ehemaligen kommunistischen Landes, entstieg Dubrovnik sozusagen den Ruinen. Denn auch die Stadt an der Adriaküste trafen die Bomben und die Geschützfeuer. Weite Teile der seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Altstadt von Dubrovnik nahmen großen Schaden. Das „Kroatische Athen“, wie Dubrovnik heute genannt wird, hat es aber geschafft diese Risse zu überwinden. Die meisten Gebäude wurden wieder in den Originalzustand versetzt und auch zwischen den Einwohnern – in der Hauptsache Kroaten, aber auch Serben, Bosniaken, Albaner und Montenegriner – herrscht in der Stadt ein gesundes Zusammenleben. Die Altstadt von Dubrovnik ist autofrei und steht nach wie vor unter dem Schutz des UNESCO Weltkulturerbes. Dubrovnik wird heute als das kulturelle Zentrum Kroatiens bezeichnet und als „Perle der Adria“.

Foto: Helga Gross  / pixelio.de
Foto: Helga Gross / pixelio.de

Sehenswertes

Neben dem Strand von Dubrovnik sind es vor allem die Gebäude, die sehenswert sind. Doch auch das Gefühl in der Stadt zu sein, in der der internationale Jetset und die High Society logiert, ist schon ein sehr erhabenes Gefühl. Sehenswert in Dubrovnik ist unter anderem die 1940 m lange Stadtmauer. Gegen die Entrichtung einer Gebühr kann diese komplett begangen werden. Diese Stadtmauer stellt trotz der zugefügten und inzwischen wieder reparieren Schäden im Kroatienkrieg von 1991 noch immer das besterhaltene Fortifikationssystem in ganz Europa dar. Dieser Komplex rahmt dabei gekonnt öffentliche und auch private Bauwerke ein, ebenso wie säkulare und sakrale Bauwerken aus verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte. Auch ein Teil des Stadthafens mit Promenade ist von dieser Stadtmauer umgeben. Zu den herausragenden Bauwerken von Dubrovnik zählt natürlich der Sponza Palast, der in einem Mischstil aus Spätgotik und Renaissance errichtet wurde, woraus sich eine verspielte Schönheit des Palastes ergibt. Der Palast war dabei nicht einfach nur ein Regierungssitz. Unter seinen Arkaden im Innenhof wurde reger Handel getrieben. Im 16. Jahrhundert war der Palast der kulturelle Mittelpunkt der Republik. Heute befindet sich unter seinem Dach das Dubrovniker Archiv mit Exponaten aus der Geschichte Dubrovniks und der Region. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kirche des Hl. Blasius und die die Kathedrale Mariä Himmelfahrt. Ebenfalls in Dubrovnik befinden sich ein im 13. Jahrhundert gegründetes Dominikanerkloster und eine im 14. Jahrhundert gegründetes Franziskanerkloster. Ein Benediktinerkloster befand sich einst auf der Insel Lokrum. Aus dessen Überresten wurde im 19. Jahrhundert von Maximilian von Österreich (dem späteren König von Mexiko) eine Sommerresidenz. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Rolandsäule und der Glockenturm. Ganz in der Nähe dieses Glockenturms und zwischen diesem und dem Rektorenpalast befindet sich das Rathaus von Dubrovnik. Und vor der Stadt befindet sich zudem die Festung Sv Ivan. Diese Festung diente einst als Verteidigungsanlage. Zudem wurde von hier aus der Hafen von Sv Luka bewacht. Eine weitere Festung, Lovrijenac, befindet sich auf einem 37 m hohen Felsen westlich der Stadt. Der Aufstieg dort hoch lohnt sich. Denn von oben hat man einen herrlichen Blick auf die gesamte Stadt. Wer lieber sehen möchte, wo sich die heutige Jugend von Dubrovnik trifft, der sollte einen Blick auf den Onofrio Brunnen werfen. Dieser befindet sich gegenüber der Erlöser-Kirche neben dem Pile-Tor.