Die Ausgrabungsstätte Perge

Im letzten Jahr war ich zusammen mit meiner Frau in unseren ersten Türkei Ferien. Wir wollten uns gern einmal Antalya ansehen, weil wir schon so viel davon gehört hatten. Antalya hat einiges zu bieten an Sehenswürdigkeiten und Unterhaltungen und so haben wir uns ein Hotel in der Innenstadt gesucht. Das Hotel war sehr schön und die Anreise verlief ohne Komplikationen. An der Hotel Rezeption haben wir uns dann über eventuelle Ausflüge informiert, die wir machen wollten. Ein Empfehlung nahmen wir uns zu Herzen: Die Empfangsdame sagte uns, dass die Ausgrabungsstätte Perge sehr interessant sei. So haben wir also einen kleinen Ausflug dorthin für die nächste Woche eingeplant. Bis dahin haben wir uns noch alle möglichen anderen Sehenswürdigkeiten in und um Antalya angeschaut. Am Mittwoch für dann unser Bus nach Perge. Viele Touristen saßen nicht darin und trotzdem war die Stimmung gut. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir bei Perge an und ich hätte niemals erwartet, dass die Ausgrabungsstätte so groß ist. Sie ist wirklich riesig, weitläufig und es gibt sehr viel zu entdecken. Der Eintritt kostet 10 TL, parken kann man hier gratis. Leider kann man aber nicht alles angucken, denn auch hier sind die Archäologen noch mit Ausgrabungen beschäftigt.

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Foto: Reiner-Schedl/pixelio.de

Zudem sind manche Türme abgesperrt und ganze Bereiche auch ganz gesperrt. Trotzdem kann man hier viel sehen. Allein die Vorstellung, dass hier mal eine ganze Stadt gestanden hat, ist einfach beeindruckend. Ich finde, das ein Besuch von Perge ein absolutes Muss ist, wenn man in Antalya etwas gesehen haben möchte. Die Anlage ist größtenteils gut erhalten. Sie bietet ein griechisch-römisches Theater, einen römischen Zirkus, Säulen, Agoren und auch eine Stadtmauer. Teils kann man auch noch alte Läden, Templereste und Altäre sehen, was ich besonders eindrucksvoll fand. Die ursprüngliche Gründungstheorie ist auf Troja zurückzuführen. Fakt jedoch ist, dass die Ausgrabungen bestätigen, dass die Anlage schon im 2. Jahrtausend existiert hat, als die Achäer in Pamphylien eingewandert sind. Wir haben eine Führung gebucht, damit wir auch ein wenig Hintergrundwissen zu den Gebäuden haben. Diese kann ich auch nur empfehlen und ein kleiner Tipp noch dazu: Niemals in den extrem heißen Monaten dorthin reisen. Es ist einfach zu warm, weil es vor Ort absolut keinen Schatten gibt.