Beim Mare aux Vacaos

Wenn man Freund und ich in den Urlaub fahren, schauen wir uns auch immer Stellen an, die nicht unbedingt für Touristen geeignet sind. In China haben wir deswegen schon einmal Probleme bekommen, aber uns macht das nichts aus. So hat man wenigstens ein wenig Nervenkitzel im Alltag und sieht etwas, was nicht schon 1000 Leute vor einem gesehen haben. Mein Freund und ich haben deswegen in unseren Ferien Mauritius nach Sehenswürdigkeiten gesucht, die ein wenig weiter entfernt liegen und zu denen sich nur wenige Touristen aufmachen, um sie zu entdecken. So stießen wir auf den Mare aux Vacaos. Auf Mauritius hatten wir uns ein Auto gemietet, um möglichst mobil zu sein und auch dorthin zu kommen, wo wir hinwollten. Meist fahren zu unseren Sehenswürdigkeiten nämlich keine Busse und so muss man sich die Route selbst vorher ausdrucken und planen. Der Mare aux Vacaos ist das größte Trinkwasserreservoir auf Mauritius. Es liegt rund 5 km südlich von der Stadt Curepipe. Es hat sich gut gepasst, dass wir uns Curepipe sowieso anschauen wollten und so machten wir uns an einem Montag früh morgens auf, um einen Tagesausflug nach Curepipe zu machen.

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Foto: Ymon / pixabay

Wir fuhren an Curepipe vorbei und gingen als erstes zum Mare aux Vacaos. Die große Talsperre ist das größte Trinkwasserreservoir auf Mauritius und dient außerdem der Energiegewinnung. Es ist rund drei Quadratkilometer groß und hat ungefähr zwei Kilometer lange Längsseiten in Nordwest- Südost- Richtung. An der Südostecke gibt es einen hundert Meter langen Damm, der auch unser Ziel war. Der gesamte See ist von Wald umgeben, der aus Pinien und anderen Bäumen besteht. Das Areal kurz vor dem See ist umzäunt, weswegen man nicht direkt an den See herantreten kann. Schön war der Anblick trotzdem und der Damm war wirklich groß. Für die Öffentlichkeit ist der Mare aux Vacaos nicht zugänglich gemacht worden, aber das störte uns nicht, denn es reichte uns beiden völlig aus zu gucken. Der Mare aux Vacaos fließt dann in den Indischen Ozean ab durch den Riviere du Poste und da sind wir ein wenig entlang gewandert. Danach ging es aber für uns nach Curepipe.