Autovesicherung – immer wahrheitsgemäße Angaben machen

Die meisten Verbraucher möchten insbesondere bei ihren Autoversicherungen sparen – vor allem, wenn sie gleich mehrere Fahrzeuge zu versichern haben. Denn in Deutschland gilt die Versicherungspflicht. Das bedeutet, dass auf jeden Fall eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden muss. Viele Verbraucher haben es schon versucht und werden es wohl auch in Zukunft versuchen – sie wollen so viele Rabatte wie möglich bekommen, was die Prämie natürlich günstiger macht. Doch wer sich Rabatte erschummelt, das heißt zum Beispiel den Kilometerstand falsch angibt oder dass er eine nicht mitversicherte Person hinters Steuer lässt, der muss, wenn er ertappt wird, mit hohen Vertragsstrafen rechnen. Bisher war es so, dass nur wenige Versicherungsunternehmen die Angaben überprüften. Doch da die Fälle von Betrug bzw. dem Erschleichen von Rabatten, zunehmen, überprüfen Versicherer immer häufiger die Angaben ihrer Kunden – insbesondere ob das jährlich vereinbarte Kilometerlimit eingehalten wird.

Foto: Joujou  / pixelio.de
Foto: Joujou / pixelio.de


Hohe Einsparungen möglich

Durch die vereinbarten Rabatte sind Einsparungen von bis zu einem Drittel des Jahresbeitrags möglich bei derAutoversicherung . Doch was ist, wenn der Kunde nun schon bei Vertragsabschluss bewusst falsche Angaben gemacht hat, damit er sich derartige Rabatte erschummeln kann? Dann sind die Vertragsstrafen hoch! Letztlich ist es so, dass spätestens wenn ein Schaden vorliegt, alles ans Licht kommt. Denn auf der Werkstattrechnung steht nicht nur das Kennzeichen, sondern auch der Kilometerstand. Zudem kann es auch sein, dass ein Polizeibericht offenbart, dass eine ganz andere Person am Steuer saß, als mit der Versicherung vereinbart. Und auch diesen Polizeibericht erhält die Polizei und damit auch Kenntnis über das Vergehen des Versicherungskunden. Auf Kundenanfragen verzichten heute eigentlich recht wenige Versicherungen. Denn zu verlockend sind die Rabatte und zu hoch ist das Betrugspotenzial.

Keine Auswirkung auf Versicherungsschutz

Falschangaben insbesondere im Bezug auf den Kilometerstand, wenn dieser überschritten wurde, hat zwar keinen Verlust des Versicherungsschutzes zur Folge. Doch eine Vertragsstrafe ist durchaus möglich. Dabei nutzt auch Nichtwissen nicht vor der Strafe. Denn man hätte sich ja schließlich informieren können. Denn die Versicherungen gehen schließlich davon aus, dass es sich bei ihren Vertragspartnern um mündige Personen handelt. Vertragsstrafen gibt es natürlich auch, wenn es Änderungen bei sonstigen Tarifmerkmalen gibt während der Versicherungszeit.